DIE SCHIESSHÄUSER IN ALTENBERG

 

Es ist sicher, daß die Priv. Schützengesellschaft nach dem Ausweis des aus dem Jahr 1901 stammenden amtlichen Verzeichnisses zum Steuer-Kataster der Stadt Altenberg und weiteren im Schützenarchiv liegenden Urkunden im Bereich der Ortslage Polen bis zur Enteignung in 1948 unter anderen die Flurstücke 444 und 445 in einer Gesamtgröße von 18.600 qm, genannt das „Schützenfeld“ (links oberhalb der Pinge) besitzt. Ferner stehen in ihrem Eigentum vermutlich schon aus den Anfängen im Jahr 1461 das Flurstück 130b, die bereits in alten Urkunden erwähnte „Schießbahn“ unmittelbar unter dem Schützenfeld und der Standort des alten Schießhauses, sowie die Flurstücke 131a und 131b, der sogenannte „Schützengarten“ (links neben der Schießbahn), der nach dem alten Statut, erstmals 1593 erwähnt, der Nutzung durch den König für die Periode seiner Amstzeit zur Verfügung steht (Zitat:“Es soll auch der König den Schießgartten den anderen Künfftigen Sommer zu genießen undt zu gebrauchen haben“). Die landesherrliche Obrigkeit und der Stadtrat, denen beiden an der Wehrertüchtigung ihrer Schützen von Anfang an gelegen ist, läßt diese Anlagen zumeist aus der landesherrlichen oder städtischen Kasse anlegen. Unterhalten werden sie ebenfalls aus „öffentlichen“ Mitteln.

 

Diese örtlichen Verhältnisse sind, zumindest seit 1461 teilweise, im Jahre 1826 aber vollständig so gegeben. Wir können uns damit jetzt vorstellen, an welchem Ort in den alten Zeiten die jährlichen Schützenfeste – jeweils zu Pfingsten – und das aus alter Zeit verbindlich vorgeschriebene Pflichtschießen zwischen dem Pfingstschützenfest und Michaelis (Ende September) über die Jahrhunderte abgehalten wird. Vermutlich stammt das für Altenberger Verhältnisse übergroße „Schützenfeld“, das Flurstück 444 von 18.600 qm, aus einer Schenkung des angesehenen Altenberger Bürgers und Vorwerksbesitzers Carl Christoph Büttner (1780 bis 1868) und ist wahrscheinlich im Jahre 1826 zum Zeitpunkt des 100jährigen Gedenkens der Wiederbelebung der Altenberger Schützen durch August den Starken der Priv. Schützengesellschaft von ihm übertragen worden.

 

Das Ende der Schützenfeste an dieser historischen Stätte naht mit dem Verkauf des alten Schießhauses, der Schießbahn und der Schützengärten mit Kaufvertrag vom 19.1.1840. Dieser uns noch in Auszügen urkundlich erhaltene Vertrag weist aus, daß die Schützen unter diesem Datum aus ihrem Eigentum das Flurstück 130 (alte Schießbahn), die sogenannten „Schützengärten“, das sind die Flurstücke 131a und b, später sämtlich in 130b vereinigt, sowie die „Grundfläche der Gebäude am Bärensteiner Weg“ an den damaligen Pächter des Schießhauses Fr.A. Behr verkaufen. Der „Bärensteiner Weg“ (nicht die Bärensteiner Straße) endet auf der Flurkarte in dem damals „obere“ oder „kleine“ Pinge genannten Abbruch, der auf der Luftaufname von Hahn unterhalb der großen, sonnenbeschienenen Wiesenfläche gut zu sehen ist. In diesem Kaufvertrag behalten sich die Schützen aber ein kostenfreies Nießbrauchrecht vor, dort alle Jahre unter Mitbenutzung des Inventars für 4 Tage ihre Feiern auszurichten. Das alte Schießhaus besitzt eine auf das Jahr 1835 datierte Schankkonzession , die unter anderem damit begründet wird, daß es an dieser Stelle im Ortsteil Polen bisher keine Schankwirtschaft gegeben habe.

 

Am 1.4.1851 wird das Schießhaus mit den obengenannten Verpflichtungen und seinen Grundstücken auf einen Erben des Fr. A. Behr, den Böttchermeister C. Wilhelm Behr übertragen. Kurze Zeit später ergibt sich aus einem Schreiben vom 20.Mai 1852 an den damaligen Vorsteher der Priv. Schützengesellschaft zu Altenberg, den Ratsherrn und Schankwirt Adolph Fürchtegott Büttner (Sohn des oben genannten Vorwerksbesitzers), daß nach „den Ergebnissen der am 18ten May dieses Jahres auf der hiesigen Neustadt und dem Schießhausplatze stattgehabten Localbesichtigung….das Königliche Gericht und der Stadtrath in Betracht gezogen haben, daß … Abtrennungen und Zerklüftungen der Erdoberfläche unmittelbar vor und neben dem Schießhause stattfinden, und der Schießhausplatz durch die erfolgte Abtrennung soweit vermindert worden ist, daß er die bei dem Schützenfeste gewöhnlich anwesende Menschenmenge zu tragen nicht vermöge, in beiden Beziehungen daher Gefahr zu befürchten ist, (und) es (daher für) bedenklich erachtet (wird), daß das heurige Pfingstschießen auf gedachtem Platze abgehalten werde.“ Nach einer ebenfalls im überlieferten Schützenarchiv vorliegenden weiteren Notiz aus den alten Bauakten der Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde brennt weniger als ein Jahr später am 18.März 1853 (daraufhin?) das alte Schießhaus ab. Es wird nie wieder aufgebaut.

 

Das sogenannte Schützenfeld, die Flurstücke 444 (18.600 qm) und Flurstück 445 Steinhorst behalten die Schützen zu Eigentum. Nachdem es nunmehr nicht mehr als Festwiese benötigt wird, verpachten sie es in der Folgezeit vornehmlich an Familien in Polen (Grumbt, Lehmann, Püschel etc.) in jeweils 5 Parzellen aufgeteilt für 6 Jahre zur Aufbesserung der Schützenkasse noch bis zum Jahre 1948. Das Grundstück liegt heute im nicht mehr betretbaren Pingenbereich und ist etwa zur Hälfte in der Pinge versunken. Es wird von den älteren Einheimischen noch immer als Schützenfeld bezeichnet. Die sogenannten Schützengärten werden später in der Flur 130b mit der alten Schießbahn vereinigt und teilen deren nachstehend noch beschriebenes Schicksal.

 

Der Eigentümer des alten, abgebrannten Schießhauses, C. Wilhelm Behr errichtet mit dem Geld aus der Brandversicherungsentschädigung im Jahr 1855 ein neues Schützenhaus, heute wieder „Schützenhaus Lindenhof“ genannt, auf dem Platz zwischen der Dresdner Straße und dem Gymnasium. Es wird 1856 eröffnet. Hierüber berichtet der im Schützenarchiv befindliche Aktenauszug:

„1855 hat Behr (das) neue Schießhaus erbaut und von Kgl. Kreis Direktor … der Realschauercommission vom alten (Schießhaus) aufs neue (Schießhaus) mit Erweiterung dieses Realrechts dahin genehmigt (erhalten), daß auch das Warmspeisen und Tanzmusik halten gestattet ist, jedoch gegen Erhöhung der jährlichen Steuer von 1 Gulden 8 Pfennig auf jährlich 2 Gulden an (das) Rentamt zu Dippoldiswalde (zu zahlen) vom 1. Januar 1856 an.“ Dieser Wortlaut der Genehmigung ist heute wieder an der Wand des Schankraumes im „Schützenhaus Lindenhof“ von Dietmar und Ilona Gräfe zu lesen.

 

Im Grundbuch für Altenberg, Blatt 654 ist unter dem 8.Februar 1856 unter der laufenden Nummer 3 der Abteilung I eingetragen:

„Das Flurstück No.:939 ist mit einem Wohnhause, Schießhaus, No.37 B Abteilung B des Brandkatasters bebaut und sind diesem die Realrechte zum Schank, Warmspeisen und Tanzmusik verliehen worden.“.Ferner weist das Grundbuch aus, daß das neue „Schützenhaus“ zunächst eine sehr wechselvolle Geschichte zu verzeichnen hat. Die nicht mehr namentlich nachvollziehbaren Eintragungen in Abteilung I des Grundbuches für „frühere Besitzer“ weisen bis zum Jahre 1886, also für einen Zeitraum von 30 Jahren insgesamt 22 Einträge auf. Auch in den Berichten des „Bote vom Geising“ aus den Jahren ab 1866 kommt dieser Kampf um eine Einführung des Hauses im nicht gerade dünn mit Gastwirtschaften besetzten Altenberg zum Ausdruck. So hat es den Anschein, daß sich die Pächter und Eigentümer dieses von der damaligen inneren Stadt weit abgelegenen Gasthauses förmlich „die Klinke in die Hand“ geben. Die in den Festberichten des „Bote vom Geising“ in dieser Zeit genannten Schützenhauswirte wechseln in schneller Folge von Bader über Gleditzsch, Krausch und Hermann Kaiser. Letzterer baut den Festsaal um und versieht ihn mit einer weiteren Außentür, was ihm finanziell das „Aus“ beschert. So schreibt der „Bote vom Geising“ am Sonntag, den 23. Mai 1886: „Das hiesige Schützenhausgrundstück, durch den Konkurs des letzten Besitzers Kaiser in die Hände eines Gläubigers in Zaunhaus-Rehefeld übergegangen, hat schon seit einem dreiviertel Jahr keinen Wirt mehr und steht leider völlig unbewohnt da; so viele Mühe sich auch der derzeitige Besitzer gegeben hat, das Grundstück weiter zu veräußern, ist es ihm bis zur Stunde noch nicht gelungen, und die Schützengesellschaft mußte sonach sorgen, eine Interimsbewirtschaftung des Grundstückes herzustellen, um die Abhaltung des so beliebten und von nah und fern stets gern besuchten Pfingstschießens zu ermöglichen. Es ist dem Bemühen der Gesellschaft gelungen, zwei richtige Fachleute, Herrn Fleischermeister Gustav Straßberger und Herrn Restaurateur und Schmiedemeister Heymann, zur Übernahme der Bewirtschaftung für die Dauer der Pfingstzeit zu vermögen und wurden die Lokale des Schützenhauses etwas vorgerichtet und zum Feste geschickt gemacht. Heute Sonntag wird bereits die Restauration eröffnet.“

 

In dieser für die Stadt und die Priv. Schützengesellschaft „verfahrenen Situation“ tritt der Gastwirt und Cigarrensortierer Friedrich Otto Klemm am 7.Oktober 1886 als Käufer des Schützenhauses von Ernst Robert Dietzes Erben in Erscheinung. Der Kaufpreis von Mark 7.500,- (nach heutiger Kaufkraft entspricht dies etwa 150.000 EURO) ist unter diesen Umständen ein Wagnis, das Dank der Tüchtigkeit und des Geschicks von Otto Klemm aufging. Bereits 1891 schreibt der „Bote vom Geising“ in seiner Ausgabe vom 26.8.1891, daß der Schützenhauswirt die Lokalitäten „hübsch erneuert“ hat. Zuvor muß jedoch angefügt werden, daß, nachdem der Ort des Schießens und Feierns 1855 vom nördlichen an den westlichen Rand der Stadt rückt, im Jahre 1861 die Priv Schützengesellschaft, vertreten durch den oben genannten Vorsteher Adolph Fürchtegott Büttner in drei Kaufverträgen von verschiedenen Eigentümern eine neue „Festwiese am Schützenhaus“ mit Flurstücken in der Größe von insgesamt 4.860 qm (heute Turnhalle des Gymnasiums) kauft. Sie wird für fast einhundert Jahre zusammen mit dem Schützenhaus der neue Standort der Schützenfeste zu Pfingsten und der großen Bestandsjubiläen von 1911 (450jährige) und 1936 (475jährige). Die Festwiese wird zu den Festen mit einem im Jahr 1869 von der Schützengesellschaft angeschafften „neuen geräumigen Schützenzelt“ (Bote vom Geising vom 14.Mai 1869) besetzt, das nicht immer vom Schützenhauswirt bewirtschaftet wird und damit seinen „Geschäftsnotstand“ in dieser Anfangszeit eher erhöht. Die Festwiese beherbergt zur Festzeit aber auch zahlreiche Karussels, sowie aufregende Zirkusvorführungen und „Fieranten“ (Verkaufsbuden).

 

Ab 1855 schießen die Schützen parallel zur Dresdner Straße in den am Ende des Flurstücks 939 ansteigenden Hang ,

auf ihm stehen heute die Wohnhäuser Goethestraße/Fernblick, der einen natürlichen Kugelfang bildet. Im Jahr 1911anläßlich des 450jährigen Jubiläums baut der Schützenhauswirt Otto Klemm, inzwischen erfolgreich mit seinem Schützenhaus eingeführt, an dieses einen neuen aufwändigen Schießstand bereits mit telephonischer Verbindung zum entfernten Zielerhaus an, der vor dem Schützenhaus stehend links den bisherigen Baukörper verlängert. Hier wurde im Jahr 1911 zum Andenken an das Jubelfest eine Tafel mit den Namen sämtlicher Mitglieder angebracht – siehe Menuepunkt „Schützenstein“.

 

Die Geschichte aller Schützenfeste der Jahre 1887 bis 1939 ist auch eine Erfolgsgeschichte der Gastronomenfamilie Klemm. Sie vollbringt das für Altenberg bislang einmalige Ergebnis, ein großes Speise – und Tanzlokal in einer langen und wirtschaftlich bewegten Zeit außerhalb der Ortslage über drei Generationen aus – wie wir lesen konnten – miserablen Startverhältnissen – für eine Dauer von 90 Jahren (1886 bis 1976) am stark besetzten Altenberger Gastronomiemarkt erfolgreich zu führen. Alle drei Generationen, die mit den Namen Otto Klemm (*10.3.1858 +20.11.1932), seinem Sohn Georg Klemm (28.7.1885 +6.1.1949) und seiner Enkelin Ruth Schirmer, geb. Klemm (*25.12.1923) ausgewiesen sind, können sich dabei aber auch der tatkräftigen Mithilfe der zugehörigen Ehepartner, Kinder und der großen Schar der leiblichen sowie der angeheirateten Verwandten besonders in der Zeit der jeweiligen Schützenfeste sicher sein. Mit der Priv. Schützengesellschaft verbindet die Klemm`s die gemeinsame Nutzung von Schützenwiese und Schützenhaus. Oto Klemm räumt den Schützen eine auch im Grundbuch seines Grundstücks unter dem 11.8.1911 verzeichnete „Dienstbarkeit“ des Inhalts ein: „Der priv. Schützengesellschaft in Altenberg steht an dem Grundstücke ein Mitbenutzungsrecht in dem in der Eintragungsbewilligung bestimmten Umfang zu.“ Diese im Archiv der Priv. Schützengesellschaft noch vorhandene Eintragungsbewilligungsurkunde lautet:“…räume ich für mich und meine Rechtsnachfolger das Recht ein….das an das Hauptgebäude angrenzende Ladehaus sowie den Schießstand ohne irgend eine Gegenleistung jederzeit betreten und zum Schiessen zu benutzen. Der Priv. Schützengesellschaft in Altenberg soll auch, solange sie nicht selbst darauf verzichtet, das Recht zustehen, auf meinem Grundstücke zu verkehren.“ Andererseit räumt die Priv. Schützengesellschaft dem Wirt des Schützenhauses auf der ihr gehörenden, dem Schützenhaus vorgelagerten Festwiese ein jederzeitiges Nutzungsrecht außerhalb der Festlichkeiten ein. Auf einem zeitgenössischen Bild des Schützenhauses sieht man den auf der Festwiese der Schützen eingerichteten „Kaffeegarten“ des Schützenhauswirtes Klemm.

 

Die „Klemm`s“ (5 Töchter und 4 Söhne des Otto Klemm) leben heute noch in den Familienstämmen Ehrhardt, Kirsten, Landt und Schirmer in der Bergstadt Altenberg weiter.

Mit der Verlegung der Schießstätte im Jahr 1855 an den Westrand der Stadt geht die Geschichte der „alten Schießbahn“ auf dem Pingenflurstück 130b allerdings nicht zu Ende.

 

Das Flurstück, das inzwischen im Eigentum der „Zwitterstocks AG“ steht, bricht zusammen mit seiner Umgebung im „kleinen“ oder auch „oberen“ Pingenbruch unter sein altes Niveau ein. Unvermittelt kommt es aber 1927 zu „neuen Ehren“, als sich von der Privilegierten Schützengesellschaft völlig unabhängig in Altenberg ein „Kleinkaliber-Schützenverein“ neu gründet, der sich wenige Jahre später dem Altenberger „Militärverein“ als Abteilung anschließt.

 

Die Dauer der Wiederverwendung ist allerdings nur kurz bemessen. Wegen der durch die Wiederaufnahme des Zinnbergbaus hervorgerufene Bruchgefahr in der oberen Pinge muß der dort gelegene Schießstand der Kriegerkameradschaft Altenberg (ehemals Militärverein) abgebrochen werden. Aus diesem Anlaß veranstaltete am Sonnabend und Sonntag (27./28.8.1937) die Kriegerkameradschaft ein Abschiedsschießen.. Damit endet die Geschichte der alten Schießbahn von 1461 für immer. Sie verschwindet im heutigen großen Pingenbruch.

 

Auch der neuen Schießbahn am Schützenhaus der Familie Klemm sind nur noch wenige Jahre beschieden. In mehreren Mitgliederversammlungen bereits ab dem Jahr 1931 befaßt sich die Priv. Schützengesellschaft mit Erneuerungsvorhaben ihres Schießstandes. Dieser entspricht offensichtlich nicht mehr den modernen Anforderungen des weiterentwickelten Sportschießens. Im „Bote vom Geising“ vom Dienstag, den 18. August 1931 ist sogar zu lesen: „Die hiesige Privilegierte Schützengesellschaft hielt am Sonntag auf ihrem Schießstand ein Probeschießen ab. Da städtischerseits nach Pfingsten für den Schießstand ein Schießverbot aus Sicherheitsgründen erlassen worden war, hätte fast der Zweckschuß, der am nächsten Sonntag stattfindet, ausfallen müssen. Nachdem jedoch nun ein Schießsachverständiger der Amtshauptmannschaft den Schießstand besichtigte und keine Mängel daran feststellen konnte, wurde der Schießstand wieder frei gegeben. Trotzdem hat die Schützengesellschaft weitere Verbesserungen getroffen, und es besteht nicht die geringste Gefahr mehr.“ Dennoch wird die Notwendigkeit zur Modernisierung bis zum Ausbruch des II.Weltkrieges immer wieder in den Mitgliederversammlungen erörtert, wie uns überliefert ist.

 

Ihr letztes Schützenfest erleben Schützenhaus und Schießstand im Jahr 1939. In den folgenden Jahren des Krieges finden nur noch wenige Schießveranstaltungen der verbliebenen, zum Kriegsdienst wegen Alters nicht einberufenen Schützen statt. Aus dem letzten Bericht von Vorsteher Paul Sommerschuh wissen wir, daß der Schießstand 1943 in der Periode des „totalen“ Kriegs abgebrochen wird. Die Bergwerksgesellschaft „Zwitterstock AG“ baut dort Baracken für die Bewacher der sowjetischen Kriegsgefangenen am Galgenteich. Das Schützenzelt bezw. sein Nachfolger in der Größe von 19 x 18 Metern Grundfläche wird im gleichen Kriegsjahr von der Luftwaffe beschagnahmt und verschwindet auf Nimmerwiedersehen.

 

Die im August 2001 unter ihrem Vorsteher Eckhard Sommerschuh wiedergegründete Priv. Schützengesellschaft von 1461 zu Altenberg hat heute wieder ihr angestammtes „zu Hause“ im Schützenhaus Lindenhof, fürsorglich betreut von Ilona und Dietmar Gräfe, die sich in die lange Tradition der Schützenhauswirte der vergangenen Jahrhunderte liebevoll eingereiht haben. Dafür sagen ihnen alle Mitglieder der Schützengesellschaft ihren Dank.

 

 

 

Hotel Schützenhaus-Lindenhof Altenberg
Fam. Grafe
Dresdnerstrasse 25
01773 Altenberg

Telefon: 035056 – 3470

www.schuetzenhaus-lindenhof.de